Weihnachtspost

Dezember 2025

Liebe Mitglieder und Freund*innen unseres Vereins,

hinter uns liegt ein erfolgreiches Jahr. Das 750. Jubiläum der Stadt Neuenbürg hatte uns dazu motiviert, ein besonderes Kulturprogramm auf die Beine zu stellen. Nun liegen zehn Veranstaltungen hinter uns, die mehr als 1.500 Besucherinnen erreicht haben – und das nahezu kostendeckend. Das zeigt uns deutlich: Das Interesse an kulturellen Angeboten in Neuenbürg und darüber hinaus ist groß und unser Engagement hat sich gelohnt. Danke an
dieser Stelle an alle, die sich vor, auf oder hinter der Bühne engagiert haben!

Durch alle Veranstaltungen und auch mehrere örderungen und Spenden konnten wir in diesem Jahr mehr Einnahmen als gewohnt generieren, die wir direkt in neues Equipment investiert haben. Wir besitzen nun eine neue Tonanlage sowie mobile LED-Farbscheinwerfer,
die alle Mitglieder gegen eine Spende gerne beanspruchen können.

Im nächsten Jahr feiern wir 20 Jahre Theater im Schloss. Mit großer Freude möchten wir Ihnen deshalb heute unser neues Kulturprogramm vorstellen. Alle Veranstaltungen sind ab sofort online auf unserer Webseite www.theater-im-schloss.de einsehbar.

Das kommende Jahr bietet erneut eine vielfältige Mischung aus Schauspiel, Musik, Kabarett, innovativen Theaterformen und Angeboten für Kulturfans jeden Alters. So eröffnen wir im Januar die Saison mit „Der große Gatsby – Ein Zirkus der großen Träume“ im Unitheater Karlsruhe. Im Februar gastieren die aus dem TV bekannten „Kächeles“ mit ihrem schwäbischen Kabarett „Firlefanz!“ im Fürstensaal des Schlosses, ehe im März das
Staatstheater Augsburg gemeinsam mit der Augsburger Puppenkiste die Virtual-Reality-Inszenierung „Der Sandmann“ präsentiert – ergänzt durch ein Publikumsgespräch sowie zwei exklusive Vorstellungen für Schulklassen. Im April folgt das Familientheater „Ritter Rost“, gefolgt von der außergewöhnlichen Musik-
Theater-Produktion „Heimsuchung“ rund um Robert Schumann, die wir gemeinsam mit dem
Konzertchor Straubenhardt realisieren. Im Mai kehrt unsere noch junge Reihe „Klangfeuer“ mit der Pforzheimer Band „Just in Case“ in die Schlossruine zurück, ein atmosphärischer Abend unter freiem Himmel, bei Regen im Schlosskeller. Der September steht mit „Schengat se mr Zeit“ von Wolfgang Seljé im Zeichen eines heiteren Abends voller Musik, Theater und Genuss in Kooperation mit dem Schloss-Restaurant. Im Oktober entführt Jo van Nelsen das Publikum im Wanderheim am Schlossberg mit „Ein Panter in Berlin“ in die Welt Kurt Tucholskys und den Sound der Zwanziger Jahre. Den Jahresabschluss bildet die musikalische Familieninszenierung „Es begab sich aber zu der Zeit – Die Weihnachtsgeschichte“
in der Evangelischen Stadtkirche, die wie gewohnt auch eine Vorstellung für Kindergärten und die Grundschule umfasst. Als Mitglied unseres Vereins stehen Ihnen für alle Veranstaltungen ermäßigte Tickets zu.
Wer vor Ort beim Aufbau, der Bewirtung oder der Künstler*innenbetreuung mithilft, braucht
selbstverständlich kein Ticket zu kaufen. Meldet euch gerne bei uns!

Auch in diesem Jahr haben wir wieder mit einer Fotogruppe einen Fotokalender entwickelt. Bei insgesamt vier Fotospaziergängen waren wir dieses Mal mit dem Schwerpunkt „Kirche“ unterwegs. Anlass dafür war, dass die Evangelische Verbundkirchengemeinde auf uns zugekommen ist, die am Ende auch den Druck des Kalenders finanziert hat. Mit diesem Brief schicken wir euch gerne ein Exemplar zum Behalten oder Weiterschenken zu. Im nächsten Jahr werden die Fotospaziergänge fortgesetzt. Schwerpunkt ist dann das Schloss. Meldet Euch gerne jetzt schon an!

Wie ihr sicher der Presse entnommen habt, hat die Stadt Neuenbürg nach dem Weggang der Museumsleiterin entschieden, ihre Stelle nicht nachzubesetzen. Am 21. November 2025 haben wir uns deshalb mit einem Brief an den Bürgermeister sowie die Stadträte gewandt. Darin formulieren wir offen unsere Bedenken. Wir sind der Meinung, dass die Leitungsstelle das Herzstück des Schlossbetriebs ist: Sie sorgt dafür, dass Ausstellungen, Veranstaltungen und Bildungsangebote geplant werden, Netzwerke gepflegt und Kooperationen aufgebaut werden. Ohne diese Stelle wäre es deutlich schwieriger, das Schloss lebendig und sichtbar zu halten. Da letzteres als unser Auftrag in der Vereinssatzung festgelegt ist, war es uns ein Anliegen Position zu beziehen. Gerade bei der ohnehin knappen Personaldecke ist eine qualifizierte Leitung unverzichtbar. Ehrenamtliches Engagement allein kann diese professionelle Grundlage nicht ersetzen. Wir hoffen sehr, dass die Stadt gemeinsam mit uns Lösungen findet, damit das Schloss weiterhin ein lebendiger Ort für Kultur bleibt. Zum Zeitpunkt dieses Briefes haben wir bisher keine Rückmeldung der Stadt erhalten – das ist
eher ernüchternd.


Wir wünschen euch von Herzen ein frohes Weihnachtsfest und alles Liebe im neuen Jahr!

Yara-Alina Butschkow, 1. Vorsitzende
Jonathan Danigel, 2. Vorsitzender

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